Hey Leute!
Von La Paz aus buche ich statt dem Sprachkurs die Mountainbike- und Dschungeltour im Kompaktpaket. Konntet ihr euch bestimmt schon denken, oder?! Morgens um 08.00 Uhr startet die Tour in Richtung Abra la Cumbre-Pass (ca. 4700 mueNN) und Coroico das in den tropischen Tälern der Yungas liegt. Die Mountainbikes und mein grosser Backpack befinden sich auf dem Dachgepaecktraeger. Ich werde im Gegensatz zu dem Rest meiner Mountainbiketruppe nach der Abfahrt nach Coroico nicht wieder nach La Paz zurueckkehren, sondern mit dem Bus ueber Yolosita nach Rurrenabaque fahren. Rurrenabaque ist eine kleine Stadt mitten im Dschungel. Dort mache ich dann mit anderen Tourmitgliedern eine Dschungeltour.
Die Downhillfahrt mit dem Mountainbike macht Spass. Es geht ueber fast 60 Kilometer nur bergab und wir sausen mit unserer achtkoepfigen Mannschaft innerhalb von vier Stunden mehr als 3000 Hoehenmeter hinab. Doch Angst habe ich bei der ganzen Geschichte eigentlich nicht. Zwar soll dies gefaehrlichste Strasse der Welt sein, die auch schon etliche Todesopfer gefordert haben soll, doch kann man sich selbst entscheiden wie schnell oder langsam man hinunterdonnert. Als alter Hasenfuss bekannt, koennt ihr euch ja denken wo ich ungefaehr fahre …
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Viel angsteinfloessender finde ich die anschliessende fast 18 stuendige Busfahrt von Yolosita (nahe Coroico) nach Rurrenabaque. Es geht auf engen und unbefestigten Strassen die Anden entlang und ich habe natuerlich den Logenplatz am Fenster erwischt, Juhu!!! Dachte ich echt erst! Was ich dann sehe, ist zum einen zwar bewundernswert zum anderen total erschreckend. Teilweise hat der Bus keine30 Zentimeter Spielraum zwischen Strasse und Abgrund.
Abrund bedeutet wirklich Abgrund (es geht stellenweise 400 Meter steil nach unten). Es ist auch keine Leitplanke oder aehnliches zu sehen und der Regen, der den “Feldweg” aufweicht, traegt auch nicht grade zu meiner Beruhigung bei. An einer Stelle, als der Bus einen engen Teil der Strasse passiert, an dem auch noch ein Stueck des Strassenrandes weggespuelt ist, wird es mir dann ganz anders. Der Busfahrer faehrt ganz langsam auf die Linkskurve zu, der Bus neigt sich erst ein wenig danach immer mehr in Richtung Abgrund. Im Zeitlupentempo fahren wir weiter und ich denke: Ok, lieber Herr Gott! Wenn es jetzt sein soll, dann soll es jetzt halt sein! Aber es soll dann doch nicht sein. Zu meiner Erleichterung richtet sich der Bus ein paar Meter spaeter wieder in seine “normal” aufrechte Position zurueck! Puh!!! Das waere noch einmal gut gegangen!!! Ganz ehrlich: Ich habe die Hosen voll! Ich glaube mein bolivianischer Sitznachbar kann dies auch riechen
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Muede von der langen Reise erhole ich mich in Rurrenabaque an diesem Tag. Der Unterschied zwischen den Bussen in Chile und Argentinien und denen in Bolivien sind, was den Komfort betrifft, sehr gross.
Die Pampastour die am 24. April startet ist sehr erlebnisreich. Unsere 7er Gruppe erlebt eine matschige und leicht chaotische Fahrt (Uebergang von der Regen- zur Trockenzeit) in die Pampas. Genauer gesagt in das Pampas del Yacuma Gebiet (siehe Bilder).
Nach der fuenfstuendigen Fahrt werden wir von unserem nicht so gut gelaunten Tourguide in einem “Motorkanu” abgeholt. Auf dem Weg zu unserem Dschungelcamp sehen wir einen Teil der Pampas-Tierwelt (siehe Bilder).
Die mir schon aus Australien bekannten Mossis sind wieder mit von der Partie
!!! Doch dank des immer noch in meinem im Backpack befindlichen Bushmans lassen mich die laestigen und in Massen vorhandenen Tierchen in Ruhe.
Wir unternehmen in den naechsten drei Tagen einen “Anacondamarsch” durch die Pampas. Hierbei stehen wir bis zum Oberschenkel im Pampasschlamm. Was sollen die Gummistiefel da noch ausrichten? Zudem fischen wir Piranhas – dachte nicht, dass so kleine Dinger so bissig sein koennen – obwohl lieber Totto, wenn ich da an den Handball denke
!!! Kleiner Insider!
Das Schwimmen mit den pinken Delfinen ist fuer mich der Hoehepunkt der Tour. Nach anfaenglichem Respekt werden wir mutiger und entfernen uns ein wenig von unserem Boot. Zudem beruhigt uns die Antwort unseres Tourguides auf die Frage, warum in diesem Teil des Pampasgebietes keine Piranhas, Krokodile oder Anacondas zu finden sind. Er erklaert uns, dass das Gebiet in dem wir schwimmen Brutgebiet der Delfinen sei und die Delfine keine Eindringlinge in ihrem “Kinderzimmer” akzeptieren. Die Delfine werden neugirig und beissen mir, und den anderen Tourmitgliedern die sich ins Wasser trauen, in die Fuesse. Das Beissen gleicht den Bissen eines spielenden Hundes und ist eine Freundschaftsbekundung. Sie dulden uns und es scheint als freuen sie sich ueber den Besuch aus Deutschland, Neuseeland und Australien. Einfach einmalig – selbst ich habe Freunde
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Wir erleben noch eine Nachtfahrt in der wir “Kroks” sichten und schauen Affen beim Klettern in den Baeumen zu. Hierbei sichten wir den Mono Titi (Beni Titi) Affen und den Mono Silbador (Capuchin Monkey) Affen (siehe Bilder).
Ein Nasenbaeraehnliches Tier, der Oso Hormiguero (Southern Tamandua) laeuft mir bei einem kleinen Spaziergang ueber den Weg. Leider bin ich mit meiner Camera zu langsam! Dieses Tier erinnert mich an einige meiner Schueler und an einen lieben Kollegen (gell ihr Nasenbaeren!). Natuerlich nicht wegen des Aussehens
! Auch den Black Caiman und den Spectacled Caiman bekommen wir zu sehen.
Nach Tourende geht es zum Glueck (!) per Flugzeug (von einem Rasenrollfeld) zurueck nach La Paz und weiter nach Copacabana (nicht zu verwechseln mit dem beruehmten brasilianischen Strand) zum Titicacasee. Der liegt bei ca. 3800 mueNN und ist mit ca. 8300 Quadratkilometern der groesste See Suedamerikas. Zwei Naechte verbringe ich in dieser kleinen Stadt und zwischendurch eine Nacht auf der Isla del Sol, wo eine gut erhaltene Inkaruine zu besichtigen ist.
An Puno vorbei geht es per Nachtbus in Richtung Cusco. In Cusco moechte ich eine vier Tagestour zum Machu Picchu machen und danach meine Schwester besuchen, die ich fast zwei Jahre nicht mehr gesehen habe.
Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen und bedanke mich fuer das Interesse und das Lesen dieses Artikels. In der naechsten und wahrscheinlich vorletzten Ausgabe koennt ihr etwas ueber Machu Picchu und ueber die Umegebung Cuscos erfahren – wenn ihr noch Boecke habt.
Euer Jens
- schwer bepackte Frau
- LA Paz
- Fahrradcrew auf der “gefaehrlichsten Strasse der Welt”
- Die gefaehrlichste Strasse der Welt
- Erfrischung nach der Radtour
- Kleines Raubtier
- Die Hosen voll!!! Am Abgrund fahrend!
- Schoen aber mit dem Bus am Abgrund! Sch…!
- Eine der wenigen Leitplanken auf dem Weg nach Rurrenrabaque
- Hindernisse auf dem Weg in den Dschungel
- Wir sind rechts vorbei!
- Anaconda
- Muesste ein Fischadler sein
- Mono Titi
- Caiman
- In der Dschungelkueche
- Mono Silbador
- Ein Paradisvogel
- Ein Jabiru
- Auf Anacondasuche
- Snowy Egret
- Caiman
- Unsere Truppe
- Sonnenuntergang in der Pampas
- Sonnenuntergang in der Pampas
- Sonnenaufgang in der Pampas
- Der Flugplatz in “Rurre”
- Die Anden – auf dem Flug von “Rurre” nach La Paz
- Isla del Sol
- Isla del Sol
- Isla del Sol
- Inkaruine auf der Isla del Sol
- Copacabana von oben






































Hey !
Wie qehts ihnen so ?
Wir können es alle kaum erwarten Sie wieder zu sehen
Uns gehts allen ganz gut.
In der Schule ist auch alles okay…
Wann kommen Sie eig. wieder?
Wir vermissen Sie alle gaaaaaanz schrecklich und hoffen das sie so schnell wie möglich bei uns sind
Julia &nd’ Vanessa
Hey ihr Nasenbaeren!!!
Danke fuer euren lieben Kommentar! Ich freue mich auch euch wieder zu sehen. Ich werde bald nach Hause kommen und euch noch in diesem Schuljahr besuchen! Also, damit seid ihr schon einmal vorgewarnt!!!
Lieben Gruss aus Argentinien (ab morgen Paraguay)